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Oberste nationale Eichbehörde mit
den genauesten Normalen und Messgeräten sowie entsprechenden
Laboratorien ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in
Braunschweig. Sie ist ein Staatsinstitut und zugleich Oberbehörde
im Dienstbereich des Bundesministers für Wirtschaft. Direkt angeschlossen
an die Normale der PTB sind sogenannt A-Stellen. Diese können
sein:
- Landesämter für Maße, Gewichte und Material
- Messlabors des Deutschen Kalibrierdienstes (DKD) und
- Feinstmessräume der Zentralstellen von Industrieunternehmen.
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Normale der A-Stellen sind Bezugsnormale.
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Hieran angeschlossen sind die sogenannten B-Stellen
in den Betrieben, die für die eigentliche Prüfmittelüberwachung
zuständig sind.
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Normale der B-Stellen sind Gebrauchsnormale.
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Letztes Glied in der Kette sind die eigentlichen Prüfmittel,
die in den verschiedenen Stellen der Fertigung und des Prüfwesens
im Einsatz sind. Angestrebt wird eine Staffelung der Normale bezüglich
ihrer Genauigkeit um den Faktor 10 von einer Stufe zur anderen. Beispielsweise
sollte ein Prüfmittel, das eine Genauigkeit von 0.01 mm besitzt,
mit einem Normal der Genauigkeitsklasse 0,001 mm überprüft
werden.
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Da diese Relation in manchen Fällen nicht realisierbar
ist, kann in begründeten Fällen auch ein kleinerer Faktor,
z.B. 5, ausreichend sein.
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Die Ergebnisse der Überprüfung
werden von der PTB und den A-Stellen mit Prüfprotokollen dokumentiert.
Diese enthalten Angaben über die Prüfdurchführung,
die verwendeten Normale und Messeinrichtungen sowie die Messunsicherheit
der festgestellten Werte. B-Stellen dokumentieren ihre Prüfergebnisse
meist in sogenannten Prüfkarten. |